Neue Börsenstrategien für Privatanleger

Autorin: Beate Sander

Die erste Auflage entwickelte sich zum Klassik-Bestseller. Und auch die Ende Oktober 2010 erschienene komplette Neubearbeitung mit dem ähnlichen Titel „Neue Börsenstrategien für Privatanleger“ orientiert sich am bewährten Aufbau des erfolgreichen Vorgängers. Angereichert mit den im Börsenalltag erprobten innovativen Ideen und Neuentwicklungen im Strategiebereich.

Im Rückblick entwickelte sich die von der Autorin ersonnene Hoch/Tief-Mutstrategie – wahrheitsgemäß und nachprüfbar dokumentiert – im Herbst 2008 wie im Frühjahr 2009 als eine Art Zauberformel. 2008 ging es um den Aufbau eines steuerfreien Altbestands an Aktien und ETF, der schöne reife Früchte trägt, ohne dass das Finanzamt zugreift. Indexfonds zählen wie Aktien zum Sondervermögen und sind bei aufkommender Inflation als Sachwerte begehrt. Bei thesaurierenden ETFs fließt die Dividende in den ETF ein. Voraussetzung für die „Altbestand-Strategie“ ist die Einrichtung eines Zweitdepots für alle Investments ab 2009 mit strategischer Neuausrichtung. Im Erstdepot heißt das Motto: „Den steuerfreien Altbestand schützen wie einen Schatz.“ Das Neudepot lässt auch kurzfristige Reaktionen zu. Wer nur ein Depot besitzt, muss die ältesten Aktien zuerst verkaufen. Das Finanzamt kennt da kein Pardon.

Im Frühjahr 2009 erwiesen sich im Aktiensektor die Investitionen in Autoindustrie, Maschinenbau, Zulieferer, Rohstoffe, Bergbau- und Minentitel sowie gute Immobilienwerte als besonders chancenreich. Bis zum heutigen Tag gab es hier im Schnitt eine Kursverdoppelung bis -verdreifachung, bei glücklichem Händchen noch mehr. Auch Edel- und Buntmetall waren nicht ausgereizt. Wer die anschaulich dokumentierte Hoch/Tief-Mutstrategie verinnerlicht hat, der dürfte gleich zu Beginn der Katastrophe in Japan mit dem schwersten bislang gemessenen Erdbeben, den über 20 Meter hohen Tsunamiwellen und dem daraus resultierenden Kernkraft-Super-GAU mutig zu Tiefkursen gekauft haben.

Wer sich identifiziert mit Breit gestreut – nie bereut“ – „Meide die gefährlichen Vier: Euphorie, Panik, Angst und Gier“ – „Ein Crash ist gut – für Leute mit Mut“, dem eröffnen sich gute Anlagechancen. Dies gilt vor allem für Infrastruktur, Bauwirtschaft mit den dazugehörigen Maschinen und Geräten, Netzwerke, Turbinen, Grundstoffe, Wasserwirtschaft, Edelmetalle „als sicherer Hafen“, Industriemetalle und Agrarprodukte. Und auch für die Aktien der Marktführer bei erneuerbaren Energien brechen wieder bessere Zeiten an. Zum Rüstzeug gehört auch, mit Stoppkursen vernünftig und kritisch umzugehen.

Das von der Autorin vorgestellte innovative Aktienauswahl-Punkte-System schafft Spielräume, um sich selbst zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, die den eigenen Anlagekriterien, der persönlichen Ausrichtung und Zielsetzung entsprechen und nach Auswertung wichtiger Kennzahlen chancenreich sind.

Ein Blick ins Buch

Grundsätzliches zur Aktienanlage: Beweggründe und Anlegertyp

Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen

Schwerpunkte: Börsenpsychologie – Gewinne laufen lassen – Verluste begrenzen – Umgang mit Stoppkursen – die passende Depotbank finden – Nicht alles auf eine Karte setzen – sich vor Anlagebetrug schützen

Die richtige Strategie in jeder Marktlage

Schwerpunkte: Fundamentalanalyse – Technische Analyse – Value und Growth – zyklisches und antizyklisches Handeln – Richtig limitieren – Neuemissionen – Familienfirmen – Wann und wie viel kaufen und verkaufen?

Aussichtsreiche Indizes und Märkte

Schwerpunkte: DAX – MDAX – TecDAX – SDAX – Wichtige ausländische Indizes – Biotechaktien – Rohstoffe – Erneuerbare Energien – Edelmetalle

Unterschiedliche Investmentformen nutzen

Schwerpunkte: Alternative Investments – Anlage- und Hebelzertifikate – Anleihenmarkt – große Chancen mit klassischen ETF – Optionsscheine

Die richtige Strategie beim neuen Aktiensteuerrecht

Schwerpunkte: Wie mit dem steuerfreien Altbestand (bis 2008) und dem Neubestand (seit 2009) umgehen? – Umgang mit Erst- und Zweitdepot

Dokumentation der Hoch/Tief-Mutstrategie

Schwerpunkte: Dokumentation 2008/2009 mit Auswertung 2010

Die Innovation: Ein Punktesystem für die eigene Aktienauswahl

Schwerpunkte: Vorstellung des Aktienauswahl-Punktesystems mit Anwenderhilfen und Anregungen für kreative Umgestaltung

Stichwortverzeichnis

Perfekte Suche durch Abgrenzung von Kern- und Randinformationen

Buchumfang: 460 Seiten: zahlreiche Grafiken, Tabellen und Abbildungen

Fazit: Neue Börsenstrategien für Privatanleger“ von Beate Sander, Finanzbuch Verlag München, gilt als eines der besten Sachbücher: exzellente Sprachqualität, leicht verständlich, spannend, informativ.