Sanofi-Aventis: Gönnen Sie sich eine „gesunde Rendite“
4. August 2010 | Von Martin Münzenmayer | Kategorie: Top-ThemaDer Aktienmarkt befindet sich im Aufwind. Nun fragen sich viele Anleger, ob sie bei gut gelaufenen Blue Chips noch einsteigen sollen. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn es hängt schlichtweg von der Risikobereitschaft eines Börsianers ab, ob er sich nach den jüngsten Kurszuwächsen noch Aktien von BMW, Hugo Boss oder BNP Paribas ins Depot packt. Diejenigen, denen der Mut zum Aktienkauf fehlt, sollten einen Blick auf chancenreiche Zertifikate werfen.
Heiße Aktie, defensives Zertifikat
Charttechnisch von großer Bedeutung sind bei der Sanofi-Aventis-Aktie die Unterstützung im Bereich von 45 Euro sowie die derzeit bei 48 Euro verlaufende 38-Tage-Linie. Gelingt dem Euro-Stoxx-50-Titel der Sprung über den gleitenden Durchschnitt, dürfte dies einen raschen Kursanstieg auf 50 Euro zur Folge haben. Risikobereite Trader können daher die Aktie ordern. Konservative Börsianer sollten hingegen das von der Royal Bank of Scotland emittierte Zertifikat kaufen.
Großer Risikopuffer und eine überschaubare Restlaufzeit
Hochinteressant ist beispielsweise das Capped-Bonuszertifikat auf die Sanofi-Aventis-Aktie mit der WKN AA1 4X0. Damit lässt sich bis zum Fälligkeitstermin am 22. Dezember 2010 eine Rendite von 10,3 Prozent (Stand: 04.08.2010, 16:10 Uhr) erzielen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass der Basiswert des Bonuspapiers während der Laufzeit nie auf oder unter 38 Euro fällt. Dass letzteres passieren wird, ist aus meiner Sicht sehr unwahrscheinlich. Schließlich dürfte der Anteilschein des Pharmakonzerns bald einen Boden finden, nachdem er in den zurückliegenden Wochen heftig abgestraft wurde.
Attraktive Bewertung
Für eine baldige Bodenbildung beziehungsweise einen leichten Kursanstieg spricht vor allem die günstige Bewertung der Sanofi-Aventis-Aktie. Basierend auf den aktuellen Gewinnschätzungen errechnet sich für den Euro-Stoxx-50-Titel ein 2010er-KGV von 7. Nicht vergessen sollte man zudem, dass der Konzern jüngst gute Zahlen für das zweite Quartal 2010 veröffentlicht hat. In dem Berichtszeitraum kletterte der Umsatz um 4,6 Prozent auf 7,78 Milliarden Euro und das operative Ergebnis stieg um 5,3 Prozent auf 3,42 Milliarden Euro. Als Wachstumstreiber fungieren unter anderem die gute Geschäftsentwicklung in den Emerging Markets und die steigende Nachfrage nach Diabetes-Medikamenten. Ein kleines Manko ist jedoch, dass das Management die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr vor Kurzem nach unten revidiert hat. Gemäß dem aktualisierten Ausblick wird das währungsbereinigte Ergebnis je Aktie in diesem Jahr stagnieren oder eventuell um bis zu vier Prozent sinken. Ursprünglich war eine Steigerung des Gewinns je Anteilschein um zwei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt worden.

