GFT Technologies dürfte bald positiv überraschen
5. Mai 2010 | Von Martin Münzenmayer | Kategorie: Artikel über Aktien
Infolge der Finanzkrise hat der Spardruck bei Banken deutlich zugenommen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, benötigen die Finanzinstitute leistungsstarke Software – zum Beispiel von GFT Technologies. Der auf den Finanzsektor fokussierte IT-Dienstleister profitiert aber nicht nur von den Kostensenkungsprogrammen seiner Kunden, sondern auch vom Megatrend Mobile Banking.
Vor allem bei jungen Leuten nimmt derzeit der Wunsch zu, Bankgeschäfte mit dem Handy durchzuführen, zumal die hierfür notwendigen Smartphones inzwischen schon für weniger als 100 Euro zu haben sind. Infolgedessen müssen nun zahlreiche Geldhäuser Mobile-Banking-Applikationen in ihre IT-Landschaften integrieren. Solche Softwarelösungen werden von versierten GFT-Experten erstellt.
Begehrte Fachkräfte
In die Karten spielt GFT auch das starke Wachstum des Resourcing-Marktes. Kein Wunder, zählt die rasche Vermittlung geeigneter IT-Experten doch zu den größten Stärken des Unternehmens. Eine zunehmende Nachfrage nach freiberuflich tätigen IT-Spezialisten sieht GFT-Vorstandschef Ulrich Dietz vor allem im Engineering-Bereich. In diesem Segment suchen derzeit in erster Linie chinesische Unternehmen versierte Experten.
Belegschaft wird aufgestockt
Das Management ist davon überzeugt, dass GFT künftig auf dem Wachstumspfad bleiben wird. Schließlich wird der IT-Dienstleister in diesem Jahr etwa 150 Mitarbeiter einstellen – die meisten davon in Spanien und Brasilien. Geplant sind zudem Kooperationen mit Handy-Produzenten. Solche Zusammenschlüsse sind laut Dietz notwendig, damit GFT die Wachstumschancen im Bereich Mobile Banking optimal nutzen kann.
Reichlich Cash
Neben einer hervorragenden Auftragslage glänzt GFT auch mit einer soliden Finanzsituation: Ende 2009 lag der Cash-Bestand des Unternehmens bei 37,7 Millionen Euro. Davon sind aktuell etwa 30 Millionen frei verfügbar. Einen Teil der Liquidität will die Gesellschaft für die Finanzierung von Akquisitionen verwenden.
Für Kursfantasie ist gesorgt
Analystenschätzungen zufolge wird GFT Technologies den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr von 0,23 auf 0,27 Euro je Aktie steigern. Somit errechnet sich derzeit ein 2010er-KGV von 11. Dies ist angesichts der überzeugenden Wachstumsaussichten eine attraktive Bewertung. Daher dürfte sich die GFT-Aktie bald moderat verteuern, zumal die Zahlen für das erste Quartal 2010, die am 11. Mai verkündet werden, hervorragend ausfallen sollten. Anleger sollten bei Kursen von bis zu 3,10 Euro zugreifen.
Weitere Informationen
WKN: 580 060
ISIN: DE0005800601
Aktienanzahl: 26.325.946
aktueller Aktienkurs (Stand: 05.05.2010): 2,91 Euro
Marktkapitalisierung: 76,6 Millionen Euro

