Renditestarkes Depot-Accessoire
21. Dezember 2009 | Von Martin Münzenmayer | Kategorie: Artikel über Zertifikate, Top-Thema
Hugo Boss ist in der Modewelt ein Synonym für hohe Qualität und trendige Designs. Für viele modebewusste Menschen sind die „edlen Klamotten“ des schwäbischen Traditionsunternehmens sogar eine Art Statussymbol. Hätte es die jüngste Wirtschaftskrise nicht gegeben, würde das Geschäft bei Hugo Boss heutzutage florieren wie nie zuvor. Nun ist es jedoch leider so, dass die Nachfrage nach der Herren- und Damenmode aus dem Hause Hugo Boss infolge des konjunkturellen Abschwungs gesunken ist. Im Zuge dieser Entwicklung verringerten sich sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis.
Das Zahlenwerk ist in Ordnung
In den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 2009 sank der Umsatz um neun Prozent auf 1,238 Milliarden Euro. Die EBITDA-Marge ging leicht von 18,9 auf 18,1 Prozent zurück. Unter dem Strich blieb im Berichtszeitraum ein Nettogewinn von 99 Millionen Euro hängen – 29 Millionen Euro weniger als in der Vorjahresperiode. Bereinigt um einmalige Sonderaufwendungen von 30 Millionen Euro liegt der Überschuss jedoch auf dem Vorjahresniveau. Diese Zahlen sind zwar nicht berauschend, aber definitiv kein Grund, sich Sorgen zu machen.
Zinslast könnte sinken
Hochinteressant: Künftig könnte der Zinsaufwand bei Hugo Boss deutlich sinken. Denn es gibt Presseberichte, gemäß denen Permira der Citigroup einen großen Teil eines 2,2 Milliarden Euro schweren Kredits abkaufen könnte, den die Private-Equity-Gesellschaft der Valentino Fashion Group im Jahr 2007 aufgebürdet hatte. Hugo Boss befindet sich mehrheitlich im Besitz von Valentino, erwirtschaftet drei Viertel des Konzernumsatzes der italienischen Holding und muss den größten Teil der Zinsen des bereits erwähnten Kredits bezahlen.
Hohe Rendite und ein komfortabler Risikopuffer
Weitere Gründe, die Hugo-Boss-Vorzugsaktie (WKN 524 553) zu kaufen, sind deren Dividendenrendite von circa fünf Prozent sowie der intakte Aufwärtstrend des MDAX-Titels. Mit einem 2010er-KGV von 14 ist der Anteilschein zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht überbewertet. Anleger, die diese Fakten nicht überzeugen, sollten einen Blick auf das Capped-Bonuszertifikat mit der WKN BN4 ABT werfen. Dabei handelt es sich um ein risikoarmes und renditestarkes Produkt. Dessen Besitzer erhalten am 24. Juni 2010 pro Zertifikat eine Gutschrift von 30 Euro. Aktuell kostet das Produkt allerdings nur 25,95 Euro. Somit errechnet sich eine respektable Bonusrendite von 15,6 Prozent. Letztere würden Anleger auch dann erzielen, wenn die Hugo-Boss-Vorzugsaktie in den kommenden Monaten an Wert verlieren würde. Nur auf oder unter 18 Euro sollte der Anteilschein nicht fallen, denn auf diesem Kursniveau hat der Emittent (BNP Paribas) die Barriere des Zertifikats festgezurrt.
Hinweis vom 10. März 2010: Derzeit liegt der Geldkurs für das Zertifikat mit der WKN BN4 ABt bei 29,52 Euro und somit nur geringfügig unterhalb des Bonusbetrags von 30 Euro. Daher lohnt sich ein Kauf des Produkts nicht mehr. Eine chancenreiche Alternative ist das Zertifikat mit der WKN BN4 VN5. Damit lässt sich bis zum 23. September 2010 eine Rendite von 14,7 Prozent erzielen, sofern die Hugo Boss-Vorzugsaktie während der Laufzeit nie auf oder unter 20 Euro fällt.

