Gold: Edles aus dem Zertifikate-Sektor
10. Oktober 2009 | Von Martin Münzenmayer | Kategorie: Artikel über Zertifikate
Der Goldpreis hat sich zuletzt über der psychologischen 1.000-Dollar-Marke etabliert. Mittel- bis langfristig dürfte sich das gelblich glänzende Edelmetall weiter verteuern. Schließlich sollte die Gold-Nachfrage künftig weiter steigen. Triftige Argumente für diese These gibt es genug. Eines davon ist die Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken mit der eine abnehmende Kaufkraft des Geldes einhergeht. Dieser Trend ist das Fundament für eine starke Inflation. Vor diesem Hintergrund dürften künftig immer mehr Anleger in Gold investieren, denn das Edelmetall eignet sich hervorragend als Inflationsschutz. Für Gold sprechen auch die seit mehreren Jahren abnehmende Fördermenge, die auf eine anziehende Nachfrage trifft. Und selbstverständlich treibt auch die Dollarschwäche als Vorbote des kommenden Inflationsszenarios den Goldpreis nach oben.
Die Strategie von Barrick Gold ist ein wichtiger Hinweis für Anleger
Weltweit horten Investoren derzeit noch riesige Cash-Mengen. Angesichts mickriger Zinsen sowie aufgrund nach wie vor vorhandener Verlustrisiken am Aktienmarkt dürfte ein großer Teil der Liquidität künftig für Goldkäufe verwendet werden. Eine Fortsetzung der Goldpreis-Rallye ist also nur eine Frage der Zeit. Diese Meinung vertritt offenbar auch das Management von Barrick Gold. Denn der weltweit führende Goldproduzent wird in den kommenden Monaten Vorwärtsverkäufe seiner Produktion auflösen und in Zukunft auf solche Transaktionen verzichten. Somit verzichtet der Goldförderer bewusst auf eine Absicherung gegen einen fallenden Goldpreis, was für Anleger quasi ein Wink mit dem Zaunpfahl ist, auf einen weiteren Preisanstieg zu setzen.
Eliminierung des Währungsrisikos lohnt sich
Wer kein Währungsrisiko eingehen will, der kann sich das währungsgesicherte Goldzertifikat von der Commerzbank (WKN CB2 458) ins Depot packen. Dieses Produkt bildet die Goldpreisentwicklung in Euro ab, wobei dessen Performance durch die Kosten für die Absicherung des Dollar-Risikos geringfügig geschmälert wird. Seit Jahresbeginn hat sich das Zertifikat um 19,7 Prozent verteuert. Im selben Zeitraum verbuchte Xetra Gold (WKN A0S 9GB) lediglich einen Wertzuwachs von 14,4 Prozent. Xetra-Gold ist ein von der Deutschen Börse emittiertes, nicht währungsgesichertes Produkt, das den Preis von einem Gramm Gold abbildet.
Glänzende Renditechancen
Überproportional von weiteren Wertzuwächsen bei Gold profitieren können Anleger mit einem währungsgesicherten Zertifikat auf den NYSE Arca Gold Bugs Index von der Royal Bank of Scotland (WKN A0A B83). Dieses Produkt bildet die Entwicklung des NYSE Arca Gold Bugs Indexes ab, in dem nur Aktien von Goldförderern enthalten sind, die weitestgehend auf Terminverkäufe ihrer Produktion verzichten. Diese Unternehmen profitieren von einem Goldpreis-Anstieg weitaus stärker als Gesellschaften, die sich durch Vorwärtsverkäufe eines Teils ihrer Produktion gegen einen Preisrückgang des Edelmetalls absichern. Seit Anfang Januar ist der Basiswert des Zertifikats um respektable 29,3 Prozent gestiegen.

